Auszeit - Meine Asienreise 2008


wird ja wieder Zeit… Chiang Mai - Tha Ton - Mae Salong
Mai 6, 2008, 2:49 Uhr vormittags
Gespeichert unter: Thailand

Ist ja schon wieder einige Tage her, seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Aber ich war die ganze Zeit unterwegs und bin gerade mitten im Nirgendwo. Super.

Aber von vorne. Ich habe 5 Tage in Chiang Mai verbracht, einfach weil es da so nett war, ich gleichzeitig auch wieder Mal ein bisschen krank war und keine Lust hatte wieder zu packen und weiter zu ziehen.

Ich habe in Chiang Mai einen Kochkurs besucht, wir haben thailaendische Salate, gebratene Nudeln, Curry, Fruehlingsrollen uvm. zubereitet und ich war echt ueberrascht, dass das so einfach ist. Man braucht eigentlich nur 2 Sossen (Fisch- und Austersosse) und massig Zucker…

Am naechsten Tag war ich White Water Rafting, das war echt ein Fopp. Versprochen wurden uns 2-3 h Rafting, effektiv geraftet sind wir 20 Minuten, dann sind wir auf einem Bambusfloss den Fluss runtergetrieben und dann war der Spass auch schon wieder vorbei. Wir haben uns natuerlich beschwert, dadurch durften wir nochmal 20 Minuten ‘raften’, heisst den Fluss runtertreiben, dabei konnten wir jedoch Elefanten beim Baden zu sehen, was echt ein Highlight war. Der Guide hat uns dann noch ein par Wasserrettungsuebungen gezeigt, was so unnoetig war, dass ich nur noch lachen konnte. Am Ende des befahrbaren Flusses wurde das Boot dann auf einen Pickup-Truck geschnallt und Esther und ich durften oben auf dem Boot sitzen was viel mehr Rafting als alles andere davor war. Nach dem wir uns bei dem Tourbuero beschwert haben, haben wir wenigstens ein bisschen Geld zurueck bekommen… aber eigentlich fand ich den Trip sehr lustig.

Das Wetter wurde besser, was echt gut fuer mein Gemuet ist. Es hat 1 Woche durchgeregnet und das ist echt trist… Vorallem wenn man ein Guesthouse mit Pool hat und ihn nicht nutzen kann.

Am Abend habe ich mich dann mit Nick getroffen (meinem britischen Freund, den ich auf den Perhentian Islands kennengelernt habe) und wir sind zum Thaiboxen. Wir haben 8 Kaempfe gesehen, von kleinen Jungen bis Frauen. Und ich muss sagen, der Frauenkampf war einer der Besten, da war am meisten Action. Die Hauptkaempfe waren auch super, alle Asiaten sind um den Ring gestanden und haben geklatscht und gerufen. Tolle Atmosphaere. Nach dem Boxen war eine Ladyboy-Kabarettshow, da ich noch nicht viele von ihnen gesehen habe (im Gegensatz zu allen maennlichen Reisenden, die ich bisher getroffen habe), habe ich mich daruf ziemlich gefreut. Ich muss sagen sie / er war ziemlich huebsch, aber nach der zweiten Nummer wurde es etwas beaengstigend. Sie kam als Clown geschminkt (aber irgendwie verzerrt) in einem Kimono auf die Buehne, hat ein asiatisches Liedchen getraellert.  Nach kurzer Zeit hat sie / er einen RIESIGEN Dildo aus ihrem / seinem Stringtanga gezogen und diesen wild durch die Gegend geschleudert oder als Mikrofon benutzt. Alle Kinder um den Ring fanden das unglaublich lustig, aber ich fand das nur schraeg…

Am naechsten Tag sind wir mit dem Tuk Tuk zu einem wunderschoenen Tempel, mit kleinem See und tollen Buddhastatuen. Es war sehr ruhig und wirklich angenehm da, bis ich am See von einer Taube angeschissen wurde.. Aber nachdem es Nick dann auch erwischt hat, wars nur noch lustig. Schadenfreude. Ich wollte dann meinen Pass abholen (den ich in Bangkok wegen dem Vietnamvisa abgegeben hatte), aber er war nicht da.. Das hat mich kurz etwas beunruhigt, aber die asiatische Ruhe ist schnell wieder zurueck gekommen. Am Abend haben wir uns dann ein Luxusdinner geleistet. mmmmhhh Pasta.

Am Samstag hiess es dann 5 Uhr aufstehen und packen, nochmal zum Chiang Mai Inn in der Hoffnung, dass mein Pass da ist (und er war da) und danach zur Local Busstation auf nach Tha Ton. 4h spaeter waren wir da. Tha Ton ist touristisch nicht sehr erschlossen, was echt wunderbar war. Wir sind ewig in einem Strassencafe gesessen und eigentlich wollten wir weiter nach Mae Salong, aber das war garnicht so einfach, da kaum jemand Englisch sprach. Wir sind mit dem gelben Sammeltaxi zurueck Richtung Fang, dann habe ich einen Thai angesprochen wie wir nach Mae Salong kommen, er konnte auch kein Englisch, hat uns aber dazu gebracht aus dem Taxi rauszuhuepfen und hat uns dann lang und breit in Thai erklaert, wie wir am Besten nach Mae Salong kommen. Erstaunlich wie viel man versteht wenns sein muss… Wir sind dann mit dem Taxi zurueck nach Tha Ton, da zur Taxihaltestelle, haben auf Anweisung der Fahrer unsere Rucksaecke in das Taxi geladen und auf die Abfahrt gewartet. Nach 20 Minuten haben sie uns dann erklaert, dass das letzte Taxi um 12.30 gefahren ist. Lustig. Sie haben uns seelenruhig beim einladen zu gesehen, aber es nicht fuer noetig gehalten uns das gleich zu sagen. Naja gut wir sind dann eine Nacht in Tha Ton geblieben, hatten einen wunderschoenen Bungalow am Fluss mit Blick auf einen Tempel. Den wir am Nachmittag auch bestiegen haben.

Am naechsten Tag auf nach Mae Salong. Im Taxi sassen 11 Erwachsene, 2 Kinder, 3 Standen hinten auf dem Brett, 2 sassen mit massenhaft Gepaeck auf dem Dach und 2 weitere Leute waren vorne beim Fahrer. Ungaublich, dass das Taxi das geschafft hat. Wir sind also eingequetscht 1.5h bergauf nach Mae Salong und haben hier auch wieder einen tollen Bungalow gefunden. Das Wetter ist etwas kuehler, aber super angenehm. In Mae Salong leben 95% Chinesen und es ist ein Teeanbaugebiet. Am ersten Abend waren wir auf der Suche nach einem Restaurant und haben zum Glueck ein australisch-chinesisches Kuenstler-Paaerchen getroffen. Da das einzige offene Restaurant nur eine chinesische Karte hatte und die Besitzerin kein Wort Englisch sprach. Das Essen war echt lecker.

Gestern waren wir um 6 Uhr beim Morning Market. Wir haben einige Hilltribe-Leute, in ihren traditionellen Kleidern gesehen, wir hatten dort auch unser erstes Fruehstueck. Obwohl der Markt etwas zu viel fuer meinen Magen war. Innereien, Curry und Schweinefuesse muessen um 6 Uhr morgens echt nicht sein… Nach dem 2. Fruehstueck haben wir einen Roller gemietet und sind 6 Stunden bergauf bergab gefahren. Die Landschaft ist echt beeindruckend und die Strassen waren erstaunlich gut. Unterwegs haben wir uns Sushi geholt und uns in den Schatten eines Tempels gesetzt um zu picknicken. Mitten im Nirgendwo haben wir dann einen kleinen Hilltribe-Markt (7 Staende) entdeckt. Die Frauen haben Nick sofort belagert und ihm alle moeglichen Sachen um den Hals gehaengt. Lustig. Sie haben uns fast nicht mehr gehen lassen. Dann wurde der Tank langsam leer, wie gesagt mitten im Nirgendwo. Zum Glueck kam eine kleine Tankstelle/Supermarkt/Bushaltestelle und wir konnten tanken. Als wir losfahren wollten, haben wir festgestellt, dass wir einen platten Hinterreifen haben. Shit. Es waren noch ungefaehr 15km bergauf bis zum Guesthouse. Zum Glueck waren ein paar Polizisten da, die unseren Vermieter angerufen haben, der uns dann abgeholt hat… Nick war etwas betruebt, deshalb habe ich uns ein Eis am Stil geholt, das war unglaublich billig… aber mit Mais und Bohnengeschmack. mmmmhhh. Nachdem wir darueber ziemlich gelacht haben, war die Stimmung wieder gut…

Morgen ziehen wir weiter, ich hoffe, dass noch mehr so nette, verlassene Orte kommen…


2 Kommentare bis jetzt
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Hi Conny,
wollte mal ein paar Grüsse los werden von allen hier…alsdann viel Spass noch!
Kiss
-Fiete-

Kommentar von Fiete Mai 8, 2008 @ 10:24 Uhr vormittags

Hoi Conny,
mit grosser Begeisterung lesen wir Deine Berichte, die so mitreissend geschrieben sind. Sehr gespannt sind wir natürlich was Du über Vietnam und Laos berichtest, da wir in 3 Jahren nach Laos Vietnam und Anqkor reisen werden. Was ich noch los werden will ” Unsere grösste Hochachtung vor Dir, so eine Reise alleine zu unternehmen” ganz grosse Klasse Super!!!
Liebe Grüsse aus der Schmalzgasse Ursula und Ekke

Kommentar von Ursula Mai 11, 2008 @ 10:21 Uhr vormittags



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